Hanna Forster: Die verkannte Schispur, Zeichnung

Hanna Forster: Die verkannte Schispur

Viele werden die Illustration von Hanna Forster noch kennen. Ihre Bunte Geschichten für den kleinen Leser oder das gemeinsam mit Hans Weis verfasste Tripp und Trapp und ihre Abenteuer waren in manchen Kinderzimmern der 1960er und 1970er Jahre zu Haus. Regional kannte man ihre Illustrationen für Schpiaglschwaub ond Schwaubaschpiagl von Friedrich Wilhelm Hermann oder ihre Zeichnungen der Kirchen im Umkreis.

Die Person hinter diesen Zeichnungen bleibt verborgen. Wir wissen wenig über Hanna Forster. Kinderbücher und Illustrationen entsprechen dem Bild, das man sich von einer Künstlerin in der Mitte des 20. Jahrhunderts so machte, die sich nicht der großen Kunst widmete, sondern niedlich-kindlichen Motiven und der Illustration.

Trotzdem funkelt bisweilen auch noch eine andere Persönlichkeit aus den Werken. Wir sehen das Bild einer jungen, unternehmungslustigen Frau, die mit ihrem Mann zum Bergsteigen geht und weite Reisen unternimmt. 1939 werden sie auf einer Reise in den Orient, der Donau entlang nach Istanbul, vom Kriegsbeginn überrascht; sie waren auf Sizilien und in Nordafrika. Auch soziale Konventionen schienen ihnen nicht so wichtig gewesen zu sein. Das Paar heiratet erst 1939 – zwölf Jahre nachdem Hanna Forster zu Hans Weis nach Memmingen gezogen war.

Die Ausstellung präsentiert das Werk von Hanna Forster in großer Breite und gibt einen Überblick über ihre unterschiedlichen Interessen und Arbeitsstile.

‚Hanna Forster: Künstlerin und Illustratorin' ist eine Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Memmingen, in dessen Bestand sich die meisten der hier ausgestellt Werke befinden, und dem Stadtarchiv Memmingen.
Parallel wird im Stadtmuseum die Ausstellung ‚Memmingerinnen – 25 Jahre Frauengeschichtswerkstatt' (11.7.–3.11.2019) gezeigt, die ebenfalls einige Werke von Hanna Forster enthält.

Hanna Forster: Bahnübergang Augsburger Straße, Aquarell

Hanna Forster: Bahnübergang Augsburger Straße