Premna Daemon (2018) – terra0

Live aus der Ausstellung:
https://premna-test1.netlify.com

terra0 (Paul Kolling, Paul Seidler and Max Hampshire) in Zusammenarbeit mit Georgia Hansford, Louis Center und Gregor Finger
Premna Daemon, 2018
70 cm x 130 cm x 115 cm
Premna Microphylla, Kameras, Feuchtigkeitssensor, Einplatinencomputer, pulverbeschichteter Stahl, Multiplex Holz, Ethereum Smart Contract, Python backend, JavaScript frontend
 
 

Jacko Kahilaniemi: Imaginary Borderline

Jaakko Kahilaniemi, Imaginary Borderline, 2015, Pigment Druck, gerahmt, 41,5 × 32 cm
 

 

Über die Jahre entwickelte sich eine Sensibilität für das Naturthema, die einerseits auf diese vage immerwährende Verbundenheit zurückgeht, die aber auch starke Züge ökologischen Bewusstseins in sich trägt. Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit brechen sich Bahn und werden öffentlich diskutiert. Im Gegenzug steigen Nationen aus Klimaabkommen aus und die vermeintlich einzige Strategie vieler Industrien scheint die bedingungslose Gewinnmaximierung zu sein.
Mitunter als Gegenentwurf erfahren der Wald, die Berge und die Natur ganz allgemein seit einigen Jahren eine Renaissance und besetzen damit den Platz einer quasi-religiösen Sehnsuchtsidee. Touristische Konzepte wie das Waldbaden, aber gerade das Höher-Schneller-Weiter- Prinzip der Branche sprechen die deutliche Sprache einer den heutigen Verhältnissen angepassten Nutzbarmachung von Natur als Erlebniswelt. Nicht selten steht der Eigennutz im Mittelpunkt. Ein Gleichgewicht zwischen Wald und Mensch ist wünschenswert, aber kaum erreicht.

Die Selbstbedienungsmentalität der vergangenen Jahrhunderte ist nicht zukunftsfähig. Ist der Wald nur mehr die Bühne für unser am Überfluss und Überreiz erkranktes Ego? Der Mensch muss sich in seiner (Um-)Welt neu verorten und mit ihr auch in ökonomischer Hinsicht eine Beziehung auf Augenhöhe eingehen.
Die Ausstellung ›Forest. Enter. Exit.‹ widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Wald und Mensch. Sie stellt die Frage, wie wir uns heutzutage dem Wald nähern — tatsächlich, sinnlich, aber auch im übertragenen Sinn? In assoziativen Räumen ermöglichen die einzelnen Kunstwerke unterschiedliche Zugänge zur Wald-Mensch-Beziehung. Diese spiegeln sich in der Fülle der verschiedenen künstlerischen Positionen und der genutzten Medien wider.

 

26./27. Januar 2019
jeweils 11–15 Uhr

Workshop:
Zauberbaum & Wunderfaden

Können Bäume zaubern? Aber sicher! Komm mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Natur und lerne sie ganz neu kennen. Gemeinsam finden wir heraus, was Bäume so einzigartig macht. Wir spinnen Wunderfäden und erwecken im Atelier der Kunsthalle deinen eigenen Zauberbaum zum Leben. Wie? Lass dich überraschen!

Hinweis: Der Workshop findet sowohl draußen als auch in der Kunsthalle statt. Das Programm kann witterungsbedingt variieren. Bitte wetterfeste Kleidung und Schuhwerk, einen kleinen Rucksack, Trinken für unterwegs und ggf. Wechselkleidung mitbringen.

Für: Kinder von 6 bis 10 Jahren
Kosten: 15,- Euro
Treffpunkt: MEWO-Kunsthalle
Anmeldung: 08331 850 771 oder

Riitta Päväläinen, Glow, 2014 (Ausschnitt)